Icd Code
ICD   OPS   Impressum
  
ICD-10-GM-2013 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2013 > F00-F99 > F10-F19 > F10.-
F10-F19
Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
Info.:
Dieser Abschnitt enthält eine Vielzahl von Störungen unterschiedlichen
Schweregrades und mit verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern; die
Gemeinsamkeit besteht im Gebrauch einer oder mehrerer psychotroper
Substanzen (mit oder ohne ärztliche Verordnung). Die verursachenden
Substanzen werden durch die dritte Stelle, die klinischen
Erscheinungsbilder durch die vierte Stelle kodiert; diese können je nach
Bedarf allen psychotropen Substanzen zugeordnet werden. Es muss aber
berücksichtigt werden, dass nicht alle Kodierungen der vierten Stelle für
alle Substanzen sinnvoll anzuwenden sind.
Die Identifikation der psychotropen Stoffe soll auf der Grundlage möglichst
vieler Informationsquellen erfolgen, wie die eigenen Angaben des Patienten,
die Analyse von Blutproben oder von anderen Körperflüssigkeiten,
charakteristische körperliche oder psychische Symptome, klinische Merkmale
und Verhalten sowie andere Befunde, wie die im Besitz des Patienten
befindlichen Substanzen oder fremdanamnestische Angaben. Viele Betroffene
nehmen mehrere Substanzarten zu sich. Die Hauptdiagnose soll möglichst nach
der Substanz oder Substanzklasse verschlüsselt werden, die das gegenwärtige
klinische Syndrom verursacht oder im wesentlichen dazu beigetragen hat.
Zusatzdiagnosen sollen kodiert werden, wenn andere Substanzen oder
Substanzklassen aufgenommen wurden und Intoxikationen (vierte Stelle .0),
schädlichen Gebrauch (vierte Stelle .1), Abhängigkeit (vierte Stelle .2)
und andere Störungen (vierte Stelle .3-.9) verursacht haben.
Nur wenn die Substanzaufnahme chaotisch und wahllos verläuft, oder wenn
Bestandteile verschiedener Substanzen untrennbar vermischt sind, soll die
Diagnose "Störung durch multiplen Substanzgebrauch (F19.-)" gestellt
werden.
Exkl.:
Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen
(F55.-)
Das Abhängigkeitssyndrom kann sich auf einen einzelnen Stoff
beziehen (z.B. Tabak, Alkohol oder Diazepam), auf eine
Substanzgruppe (z.B. opiatähnliche Substanzen), oder auch auf ein
weites Spektrum pharmakologisch unterschiedlicher Substanzen.
Der Beginn dieser Störung sollte in unmittelbarem Zusammenhang mit
dem Gebrauch der psychotropen Substanz stehen. Beginnt das
Zustandsbild nach dem Substanzgebrauch, ist ein sicherer und
genauer Nachweis notwendig, dass der Zustand auf Effekte der
psychotropen Substanz zurückzuführen ist. Nachhallphänomene
(Flashbacks) unterscheiden sich von einem psychotischen
Zustandsbild durch ihr episodisches Auftreten, durch ihre meist
kurze Dauer und das Wiederholen kürzlich erlebter alkohol- oder
substanzbedingter Erlebnisse.
F10.-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
F10.0
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation
[akuter Rausch]
F10.1
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher
Gebrauch
F10.2
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol:
Abhängigkeitssyndrom
F10.3
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom
F10.4
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit
Delir
F10.5
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische
Störung
F10.6
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches
Syndrom
F10.7
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und
verzögert auftretende psychotische Störung
F10.8
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige
psychische und Verhaltensstörungen
F10.9
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher
bezeichnete psychische und Verhaltensstörung

ICD und OPS Code Suche


ICD Code 2013  -  Dr. Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. KrollnerKardiologe Hamburg
Matlab Algo Trading