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ICD-10-GM-2012 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2012 > F00-F99 > F60-F69 > F68.-
F60-F69
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Info.:
Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von klinisch wichtigen, meist länger
anhaltenden Zustandsbildern und Verhaltensmustern. Sie sind Ausdruck des
charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur
eigenen Person und zu anderen Menschen. Einige dieser Zustandsbilder und
Verhaltensmuster entstehen als Folge konstitutioneller Faktoren und
sozialer Erfahrungen schon früh im Verlauf der individuellen Entwicklung,
während andere erst später im Leben erworben werden. Die spezifischen
Persönlichkeitsstörungen (F60.-), die kombinierten und anderen
Persönlichkeitsstörungen (F61) und die Persönlichkeitsänderungen (F62.-)
sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren
Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen.
Sie verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung
deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen
zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich
auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen.
Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens
und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.
F68.-
Andere Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F68.0
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen
Info.:
Körperliche Symptome, vereinbar mit und ursprünglich verursacht
durch eine belegbare körperliche Störung, Krankheit oder
Behinderung werden wegen des psychischen Zustandes der betroffenen
Person aggraviert oder halten länger an. Der betroffene Patient
ist meist durch die Schmerzen oder die Behinderung beeinträchtigt;
sie wird beherrscht von mitunter berechtigten Sorgen über
längerdauernde oder zunehmende Behinderung oder Schmerzen.
Inkl.:
Rentenneurose
F68.1
Artifizielle Störung [absichtliches Erzeugen oder Vortäuschen von
körperlichen oder psychischen Symptomen oder Behinderungen]
Info.:
Der betroffene Patient täuscht Symptome wiederholt ohne
einleuchtenden Grund vor und kann sich sogar, um Symptome oder
klinische Zeichen hervorzurufen, absichtlich selbst beschädigen.
Die Motivation ist unklar, vermutlich besteht das Ziel, die
Krankenrolle einzunehmen. Die Störung ist oft mit deutlichen
Persönlichkeits- und Beziehungsstörungen kombiniert.
Inkl.:
Durch Institutionen wandernder Patient [peregrinating patient]
Hospital-hopper-Syndrom
Münchhausen-Syndrom
Exkl.:
Dermatitis factitia (L98.1)
Vortäuschung von Krankheit (mit offensichtlicher
Motivation) (Z76.8)
F68.8
Sonstige näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Inkl.:
Charakterstörung o.n.A.
Störung zwischenmenschlicher Beziehung o.n.A.

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ICD Code 2012  -  Dr. Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. Krollner -  Kardiologe Hamburg
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