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ICD-10-GM-2017 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2017 > F00-F99 > F60-F69 > F64.-
F60-F69
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Info:

Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von klinisch wichtigen, meist länger anhaltenden Zustandsbildern und Verhaltensmustern. Sie sind Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen Person und zu anderen Menschen. Einige dieser Zustandsbilder und Verhaltensmuster entstehen als Folge konstitutioneller Faktoren und sozialer Erfahrungen schon früh im Verlauf der individuellen Entwicklung, während andere erst später im Leben erworben werden. Die spezifischen Persönlichkeitsstörungen (icd F60.- Spezifische PersönlichkeitsstörungenF60.-), die kombinierten und anderen Persönlichkeitsstörungen (icd F61 Kombinierte und andere PersönlichkeitsstörungenF61) und die Persönlichkeitsänderungen (icd F62.- Andauernde Persönlichkeitsänderungen, nicht Folge einer Schädigung oder Krankheit des GehirnsF62.-) sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Sie verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.

F64.-

Störungen der Geschlechtsidentität

F64.0
Transsexualismus
Info:

Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.

F64.1
Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen
Info:

Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben. Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht; der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet.

Inkl.:
Störung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter, nicht transsexueller Typus
Exkl.:
Fetischistischer Transvestitismus (icd F65.1 Fetischistischer TransvestitismusF65.1)
F64.2
Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters
Info:

Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität; eine bloße Knabenhaftigkeit bei Mädchen und ein mädchenhaftes Verhalten bei Jungen sind nicht ausreichend. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Personen, welche die Pubertät erreicht haben oder gerade erreichen, sind nicht hier, sondern unter icd F66.- Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und OrientierungF66.- zu klassifizieren.

Exkl.:
Ichdystone Sexualorientierung (icd F66.1 Ichdystone SexualorientierungF66.1)
Sexuelle Reifungskrise (icd F66.0 Sexuelle ReifungskriseF66.0)
F64.8
Sonstige Störungen der Geschlechtsidentität
F64.9
Störung der Geschlechtsidentität, nicht näher bezeichnet
Inkl.:
Störung der Geschlechtsrolle o.n.A.

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ICD Code 2017  -  Dr. Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. KrollnerKardiologe Hamburg