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ICD-10-GM-2013 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2013 > F00-F99 > F40-F48 > F48.-
F40-F48
Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
Exkl.:
In Verbindung mit einer Störung des Sozialverhaltens (F91.-, F92.8)
F48.-
Andere neurotische Störungen
F48.0
Neurasthenie
Info.:
Im Erscheinungsbild zeigen sich beträchtliche kulturelle
Unterschiede. Zwei Hauptformen überschneiden sich beträchtlich.
Bei einer Form ist das Hauptcharakteristikum die Klage über
vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, häufig verbunden
mit abnehmender Arbeitsleistung oder Effektivität bei der
Bewältigung täglicher Aufgaben. Die geistige Ermüdbarkeit wird
typischerweise als unangenehmes Eindringen ablenkender
Assoziationen oder Erinnerungen beschrieben, als
Konzentrationsschwäche und allgemein ineffektives Denken. Bei der
anderen Form liegt das Schwergewicht auf Gefühlen körperlicher
Schwäche und Erschöpfung nach nur geringer Anstrengung, begleitet
von muskulären und anderen Schmerzen und der Unfähigkeit, sich zu
entspannen. Bei beiden Formen finden sich eine ganze Reihe von
anderen unangenehmen körperlichen Empfindungen wie
Schwindelgefühl, Spannungskopfschmerz und allgemeine Unsicherheit.
Sorge über abnehmendes geistiges und körperliches Wohlbefinden,
Reizbarkeit, Freudlosigkeit, Depression und Angst sind häufig. Der
Schlaf ist oft in der ersten und mittleren Phase gestört, es kann
aber auch Hypersomnie im Vordergrund stehen.
Inkl.:
Ermüdungssyndrom
Info.:
Soll eine vorausgegangene Krankheit angegeben werden, ist eine
zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.
Exkl.:
Asthenie o.n.A. (R53)
Benigne myalgische Enzephalomyelitis [postvirales
Müdigkeitssyndrom] (G93.3)
Burn-out-Syndrom (Z73)
Psychasthenie (F48.8)
Unwohlsein und Ermüdung (R53)
F48.1
Depersonalisations- und Derealisationssyndrom
Info.:
Eine seltene Störung, bei der ein Patient spontan beklagt, das seine
geistige Aktivität, sein Körper oder die Umgebung sich in ihrer
Qualität verändert haben, und unwirklich, wie in weiter Ferne oder
automatisiert erlebt werden. Neben vielen anderen Phänomenen und
Symptomen klagen die Patienten am häufigsten über den Verlust von
Emotionen, über Entfremdung und Loslösung vom eigenen Denken, vom
Körper oder von der umgebenden realen Welt. Trotz der dramatischen
Form dieser Erfahrungen ist sich der betreffende Patient der
Unwirklichkeit dieser Veränderung bewusst. Das Sensorium ist
normal, die Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks intakt.
Depersonalisations- und Derealisationsphänomene können im Rahmen
einer schizophrenen, depressiven, phobischen oder Zwangsstörung
auftreten. In solchen Fällen sollte die Diagnose der im
Vordergrund stehenden Störung gestellt werden.
F48.8
Sonstige neurotische Störungen
Inkl.:
Beschäftigungsneurose, einschließlich Schreibkrämpfen
Dhat-Syndrom
Psychasthenie
Psychasthenische Neurose
Psychogene Synkope
F48.9
Neurotische Störung, nicht näher bezeichnet
Inkl.:
Neurose o.n.A.

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ICD Code 2013  -  Dr. Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. KrollnerKardiologe Hamburg
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