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ICD-10-GM-2012 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2012 > F00-F99 > F40-F48 > F42.-
F40-F48
Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
Exkl.:
In Verbindung mit einer Störung des Sozialverhaltens (F91.-, F92.8)
F42.-
Zwangsstörung
Info.:
Wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und
Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder
Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen.
Sie sind fast immer quälend, der Patient versucht häufig
erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur
eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich
und häufig abstoßend empfunden werden. Zwangshandlungen oder
-rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie
werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich
nützliche Aufgaben zu erfüllen. Der Patient erlebt sie oft als
Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm
Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im
allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv
erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst
ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt,
verstärkt sich die Angst deutlich.
Inkl.:
Anankastische Neurose
Zwangsneurose
Exkl.:
Zwangspersönlichkeit(sstörung) (F60.5)
F42.0
Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang
Info.:
Diese können die Form von zwanghaften Ideen, bildhaften
Vorstellungen oder Zwangsimpulsen annehmen, die fast immer für die
betreffende Person quälend sind. Manchmal sind diese Ideen eine
endlose Überlegung unwägbarer Alternativen, häufig verbunden mit
der Unfähigkeit, einfache, aber notwendige Entscheidungen des
täglichen Lebens zu treffen. Die Beziehung zwischen Grübelzwängen
und Depression ist besonders eng. Eine Zwangsstörung ist nur dann
zu diagnostizieren, wenn der Grübelzwang nicht während einer
depressiven Episode auftritt und anhält.
F42.1
Vorwiegend Zwangshandlungen [Zwangsrituale]
Info.:
Die meisten Zwangshandlungen beziehen sich auf Reinlichkeit
(besonders Händewaschen), wiederholte Kontrollen, die garantieren,
dass sich eine möglicherweise gefährliche Situation nicht
entwickeln kann oder übertriebene Ordnung und Sauberkeit. Diesem
Verhalten liegt die Furcht vor einer Gefahr zugrunde, die den
Patienten bedroht oder von ihm ausgeht; das Ritual ist ein
wirkungsloser oder symbolischer Versuch, diese Gefahr abzuwenden.
F42.2
Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt
F42.8
Sonstige Zwangsstörungen
F42.9
Zwangsstörung, nicht näher bezeichnet

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ICD Code 2012  -  Dipl.-Ing. (FH) Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. Krollner