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ICD-10-GM-2012 Systematik online lesen
ICD-10-GM-2012 > F00-F99 > F40-F48 > F40.-
F40-F48
Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
Exkl.:
In Verbindung mit einer Störung des Sozialverhaltens (F91.-, F92.8)
F40.-
Phobische Störungen
Info.:
Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder
überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche
Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese
Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die
Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie
Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit
sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem
Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die
phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon
Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit
Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und
depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem
zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen
Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.
F40.0-
Agoraphobie
Info.:
Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen,
das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen
und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder
Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal
bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive
und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche
Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der
phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige
Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen
Situationen meiden können.
F40.00
Agoraphobie: Ohne Angabe einer Panikstörung
F40.01
Agoraphobie: Mit Panikstörung
F40.1
Soziale Phobien
Info.:
Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zu
Vermeidung sozialer Situationen führt. Umfassendere soziale
Phobien sind in der Regel mit niedrigem Selbstwertgefühl und
Furcht vor Kritik verbunden. Sie können sich in Beschwerden wie
Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen
äußern. Dabei meint die betreffende Person manchmal, dass eine
dieser sekundären Manifestationen der Angst das primäre Problem
darstellt. Die Symptome können sich bis zu Panikattacken steigern.
Inkl.:
Anthropophobie
Soziale Neurose
F40.2
Spezifische (isolierte) Phobien
Info.:
Phobien, die auf eng umschriebene Situationen wie Nähe von
bestimmten Tieren, Höhen, Donner, Dunkelheit, Fliegen,
geschlossene Räume, Urinieren oder Defäkieren auf öffentlichen
Toiletten, Genuss bestimmter Speisen, Zahnarztbesuch oder auf den
Anblick von Blut oder Verletzungen beschränkt sind. Obwohl die
auslösende Situation streng begrenzt ist, kann sie Panikzustände
wie bei Agoraphobie oder sozialer Phobie hervorrufen.
Inkl.:
Akrophobie
Einfache Phobie
Klaustrophobie
Tierphobien
Exkl.:
Dysmorphophobie (nicht wahnhaft) (F45.2)
Nosophobie (F45.2)
F40.8
Sonstige phobische Störungen
F40.9
Phobische Störung, nicht näher bezeichnet
Inkl.:
Phobie o.n.A.
Phobischer Zustand o.n.A.

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ICD Code 2012  -  Dr. Björn Krollner  -  Dr. med. Dirk M. Krollner -  Kardiologe Hamburg
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